Nonnenbach Naturkatalog Akkordeon

🌿 NONNENBACH NATURKATALOG

Wichtige Hinweise

Bei Wildunfall oder Gefahr im Straßenverkehr: 110

Bei verletzten Personen: 112

Bei verletzten Wildtieren in der Region: Wildtierhilfe Nordeifel, Telefon 06557 / 900 98 79

Wichtig bei Jungtieren: Rehkitze, Frischlinge oder Jungvögel nicht vorschnell anfassen oder mitnehmen.

Wichtig bei Pilzen: Nur eindeutig bestimmte Arten sammeln. Giftige Arten können lebensgefährlich sein.

Giftnotruf (Region NRW / Eifel): Giftinformationszentrum Bonn – Telefon 0228 19240 (24 Stunden erreichbar).

Hilfreich für Ärzte: Pilzreste aufbewahren, ein Foto der Pilze oder der Fundstelle machen, Zeitpunkt des Verzehrs notieren und möglichst angeben, wie viele Pilze gegessen wurden.

Pilze

Steinpilz

Steinpilz

Beliebter Röhrling in Buchen- und Nadelmischwäldern

Saison: Juli bis Oktober Essbar Standort: Misch- und Nadelwald

Der Steinpilz gehört zu den bekanntesten und begehrtesten Speisepilzen der Region. Er wächst bevorzugt in moosigen und eher ruhigen Waldbereichen, oft nach warmen Regenphasen. Typisch sind der dicke Stiel, der braune Hut und die helle Röhrenschicht statt Lamellen.

In der Eifel ist er vor allem im Spätsommer und Herbst ein klassischer Fundpilz. Trotz seines markanten Erscheinungsbildes sollte nur gesammelt werden, was wirklich sicher bestimmt ist. Junge, feste Fruchtkörper sind qualitativ am besten.

Hinweis: Nur feste, junge und eindeutig bestimmte Exemplare sammeln.
Maronen-Röhrling

Maronen-Röhrling

Häufiger Herbstpilz in moosigen Waldgebieten

Saison: August bis November Essbar Standort: Saure Nadel- und Mischwälder

Die Marone ist in der Eifel ein typischer Herbstpilz. Sie besitzt meist einen kastanienbraunen Hut und gelbliche Röhren, die sich bei Druck blau verfärben können. Das ist bei dieser Art normal und kein Zeichen von Giftigkeit.

Sie wächst oft zwischen Moos, an lichteren Stellen und entlang von Waldwegen. Als Speisepilz ist sie beliebt, sollte aber nur jung und frisch gesammelt werden.

Hinweis: Weiche, alte oder stark angefressene Fruchtkörper besser stehen lassen.
Pfifferling

Pfifferling

Dottergelber Waldpilz mit leistenartiger Unterseite

Saison: Juni bis Oktober Essbar Standort: Lichte Waldstellen, moosige Bereiche

Der Pfifferling ist ein fester, gelb gefärbter Waldpilz und besitzt keine echten Lamellen, sondern eher leistenartige Strukturen. Er wächst oft gruppenweise und ist wegen seines würzigen Aromas sehr geschätzt.

In niederschlagsreichen Sommern kann er auch in der Eifel recht häufig erscheinen, während trockene Jahre deutlich schwächere Funde bringen. Kleinere Bestände sollte man möglichst schonen.

Hinweis: Kleine Exemplare und schwache Bestände lieber stehen lassen.
Parasol

Parasol

Großer Schirmpilz von Wiesen, Rändern und Lichtungen

Saison: Juli bis Oktober Vorsicht Standort: Lichtungen, Wegränder, Wiesen

Der Parasol ist ein auffälliger Großpilz mit langem Stiel, großem schirmförmigem Hut und verschiebbarem Ring. Wegen seiner Größe fällt er schnell auf, darf aber nicht mit kleineren giftigen Schirmlingen verwechselt werden.

Er wächst gern auf Lichtungen, an Wegrändern und in offenen Bereichen. Nur sicher bestimmte Exemplare sind überhaupt für die Küche geeignet.

Hinweis: Nur sammeln, wenn Ring, Größe und Hutschuppung eindeutig passen.
Fliegenpilz

Fliegenpilz

Auffälliger roter Pilz mit weißen Punkten

Saison: August bis Oktober Giftig ☠️ Standort: Unter Birken und Fichten

Der Fliegenpilz ist einer der bekanntesten Waldpilze überhaupt. Mit seiner roten Hutfarbe und den weißen Punkten ist er besonders auffällig und gerade für Kinder optisch sehr interessant.

Er ist giftig und nicht für den Verzehr geeignet. Auf Spaziergängen ist er eine gute Art, um zu erklären, dass schöne und markante Pilze nicht automatisch essbar sind.

Warnung: Nicht essen und Kinder früh auf die Giftigkeit hinweisen.
Grüner Knollenblätterpilz

Grüner Knollenblätterpilz

Einer der gefährlichsten Giftpilze Europas

Saison: August bis Oktober Giftig ☠️ Standort: Laubwald unter Buchen und Eichen

Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der gefährlichsten Giftpilze überhaupt. Schon kleine Mengen können zu schweren, lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Farbe und Gesamteindruck können täuschend harmlos wirken.

Gerade deshalb ist diese Art so wichtig in jedem Naturkatalog. Sie zeigt, warum oberflächliche Pilzbestimmung lebensgefährlich sein kann.

Warnung: Bei Verdacht auf Verzehr sofort medizinische Hilfe holen.

Kräuter

Bärlauch

Bärlauch

Frühlingskraut mit knoblauchartigem Duft

Saison: März bis Mai Vorsicht Standort: Feuchte, schattige Laubwälder

Bärlauch wächst oft in dichten Teppichen und riecht beim Zerreiben deutlich nach Knoblauch. Er ist in der Frühlingsküche sehr beliebt und wird für Pesto, Butter, Suppen oder Kräuterquark verwendet.

Die Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose macht ihn aber zu einer Pflanze, bei der sehr sorgfältig gesammelt werden muss.

Hinweis: Jedes Blatt einzeln prüfen und nie gemischt sammeln.
Brennnessel

Brennnessel

Robustes Wildkraut mit langer Sammelzeit

Saison: März bis Oktober Essbar Standort: Wegränder, Gärten, nährstoffreiche Flächen

Die Brennnessel ist eine der vielseitigsten Wildpflanzen überhaupt. Junge Triebe und Blätter eignen sich für Tee, Gemüse, Suppen oder grüne Smoothies. Sie ist in der Region sehr häufig.

Besonders im Frühjahr sind die jungen Triebspitzen zart und gut nutzbar. Mit zunehmendem Alter werden die Blätter kräftiger und faseriger.

Hinweis: Junge Triebspitzen sind am besten geeignet.
Giersch

Giersch

Frühes würziges Wildkraut für Salat und Gemüse

Saison: April bis Juni Essbar Standort: Halbschatten, Waldränder, Gärten

Giersch treibt früh aus und schmeckt im jungen Zustand mild-würzig. Junge Blätter lassen sich gut in Salaten, als Wildgemüse oder in Füllungen verarbeiten.

Mit zunehmendem Alter werden die Blätter gröber. Deshalb lohnt sich vor allem die Ernte im jungen Stadium.

Hinweis: Vor allem junge Blätter ernten.
Löwenzahn

Löwenzahn

Bekannte Wiesenpflanze mit essbaren jungen Blättern

Saison: März bis Mai Essbar Standort: Wiesen, Gärten, Wegränder

Löwenzahn ist auf vielen Wiesen und an Wegrändern präsent. Besonders junge Blätter vor der Blüte eignen sich für Salate, weil sie dann meist weniger bitter sind.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Bitterkeit zu. Früh im Jahr ist die Pflanze deshalb kulinarisch am interessantesten.

Hinweis: Junge Blätter vor der Blüte sind meist am besten.
Spitzwegerich

Spitzwegerich

Robuste Wegpflanze mit langer Nutzungszeit

Saison: April bis September Essbar Standort: Wege, Wiesen, Feldränder

Spitzwegerich ist an seinen schmalen Blättern mit deutlichen Längsnerven gut zu erkennen. Er wächst häufig an Wegen, auf Wiesen und an Feldrändern.

Junge Blätter können in kleinen Mengen verwendet werden, während ältere Blätter deutlich faseriger werden.

Hinweis: Für die Küche nur junge Blätter verwenden.
Schafgarbe

Schafgarbe

Aromatisches Wiesen- und Wegrandkraut

Saison: Mai bis September Vorsicht Standort: Wiesen, Säume, trockene Wegränder

Die Schafgarbe besitzt fein gefiederte Blätter und helle Blütenstände. Sie wird traditionell als Würz- und Teekraut genutzt und ist in mageren Wiesen sowie an trockeneren Wegrändern zu finden.

Weil ähnliche Pflanzen vorkommen können, sollte sie nur sicher bestimmt gesammelt werden.

Hinweis: Nur sammeln, wenn die Art eindeutig erkannt wird.

Vögel

6 wichtige Vogelarten für Nonnenbach, Dorf, Garten, Hecke und Waldrand.

Amsel

Amsel

Bekannter Gartenvogel mit melodischem Gesang

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Gärten, Hecken, Dörfer

Die Amsel gehört zu den häufigsten Vögeln im Dorfbereich und in Gärten. Besonders im Frühjahr fällt ihr klarer, melodischer Gesang auf. Das Männchen ist schwarz mit gelbem Schnabel, das Weibchen eher braun.

Amseln suchen am Boden nach Würmern, Insekten und Beeren und profitieren von strukturreichen Gärten mit Hecken und Wasserstellen.

Tipp: Beerentragende Sträucher und Wasserstellen fördern Amseln.
Rotkehlchen

Rotkehlchen

Kleiner Singvogel mit auffälliger orange-roter Brust

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Gärten, Waldränder, Gebüsch

Das Rotkehlchen ist klein, rundlich und sehr beliebt. Seine orange-rote Brust ist das wichtigste Erkennungsmerkmal. Es hält sich gern in deckungsreichen Bereichen auf, zeigt aber oft erstaunliche Nähe zum Menschen.

Laubhaufen, dichte Ecken und ruhige Sträucher im Garten helfen dieser Art besonders.

Tipp: Laubhaufen und dichte Gebüschbereiche verbessern die Beobachtungschance.
Kohlmeise

Kohlmeise

Kräftig gefärbter Höhlenbrüter in Garten und Dorf

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Gärten, Obstwiesen, Waldränder

Die Kohlmeise ist an ihrer gelben Unterseite und dem schwarzen Kopf gut zu erkennen. Sie nutzt gern Nistkästen und ist besonders im Frühjahr sehr aktiv.

In der Jungenaufzucht sammelt sie zahlreiche Insekten und Raupen und ist deshalb auch für naturnahe Gärten ökologisch wertvoll.

Tipp: Nistkästen und insektenfreundliche Gärten helfen sehr.
Buntspecht

Buntspecht

Markanter Specht mit Trommelwirbeln

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Wälder, Obstwiesen, alte Bäume

Der Buntspecht ist schwarz-weiß gezeichnet und verrät sich im Frühjahr oft durch sein Trommeln. Alte Bäume und Totholz spielen für ihn eine wichtige Rolle.

Gerade an Waldrändern und in alten Obstbeständen ist er ein typischer und gut beobachtbarer Vogel.

Tipp: Alte Bäume und stehendes Totholz sind besonders wertvoll.
Eichelhäher

Eichelhäher

Wachsamer Waldvogel mit auffälligem Alarmruf

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Waldränder, Mischwald, größere Gärten

Der Eichelhäher ist an seinem rosabraunen Körper und den blau-schwarz gebänderten Flügelpartien gut zu erkennen. Er ist sehr aufmerksam und warnt andere Tiere frühzeitig vor Störungen.

Im Herbst sammelt er Eicheln und trägt damit sogar zur Verbreitung von Bäumen bei.

Tipp: Ruhig am Waldrand bleiben, dann hört man ihn oft zuerst.
Schwarzstorch

Schwarzstorch

Seltene und störungsempfindliche Waldstorch-Art

Saison: März bis September Geschützt Standort: Ruhige Wälder, Bachtäler, Feuchtbereiche

Der Schwarzstorch ist deutlich seltener und zurückhaltender als der Weißstorch. Er bevorzugt ruhige Wälder und naturnahe Bachtäler. Sichtungen gelten als besondere Naturbeobachtungen.

Brut- und Ruhebereiche dürfen keinesfalls gestört werden. Immer großen Abstand halten.

Hinweis: Mögliche Brutbereiche nie aufsuchen oder verfolgen.

Greifvögel / Eulen

6 wichtige Greifvögel und Eulen der Eifel mit Beobachtungshinweisen.

Mäusebussard

Mäusebussard

Häufigster großer Greifvogel über Wiesen und Feldern

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Wiesen, Feldränder, Offenland

Der Mäusebussard ist in der Eifel sehr häufig. Man sieht ihn kreisend über offenen Flächen oder auf Pfählen sitzend. Seine Färbung ist variabel, die breite Silhouette aber typisch.

Als Greifvogel der offenen Landschaft ist er für Naturbeobachter eine der besten Einstiegsarten.

Tipp: Über Wiesen und Feldrändern besonders gut zu sehen.
Rotmilan

Rotmilan

Eleganter Gleitflieger mit gegabeltem Schwanz

Saison: März bis Oktober Geschützt Standort: Offenland mit Waldrändern

Der Rotmilan ist an seinem deutlich gegabelten Schwanz leicht zu erkennen. Er gleitet elegant über Felder, Wiesen und Waldränder und sucht nach Beute oder Aas.

Bei Thermik am Mittag lässt er sich oft besonders gut beobachten.

Tipp: Weite Sichtachsen und offene Höhen sind gut geeignet.
Turmfalke

Turmfalke

Rüttelnder Jäger über Wiesen und Dörfern

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Offenland, Dörfer, Wegränder

Der Turmfalke ist schlank und häufig beim typischen Rüttelflug zu sehen. Dabei steht er scheinbar in der Luft und sucht den Boden nach Beute ab.

Er nutzt Gebäude, Türme und offene Landschaften und ist damit oft auch in Dorfnähe präsent.

Tipp: Auf rüttelnde Vögel über Wiesen und Feldern achten.
Habicht

Habicht

Kraftvoller Waldjäger mit schnellem Überraschungsangriff

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Wald, Waldrand, strukturreiche Landschaft

Der Habicht ist kräftig gebaut und fliegt oft schnell und überraschend durch deckungsreiche Bereiche. Beobachtungen sind meist kurz, aber eindrucksvoll.

Er jagt vor allem Vögel und kleinere Säugetiere und gehört zu den heimlicheren Greifvögeln der Region.

Tipp: Ruhige Beobachtung an Waldrändern lohnt sich.
Sperber

Sperber

Wendiger Jäger kleiner Vögel in Hecken und Gärten

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Hecken, Gärten, Waldränder

Der Sperber ist kleiner und wendiger als der Habicht. Er jagt kleinere Vögel und taucht oft plötzlich in Hecken- oder Gartenbereichen auf.

Besonders im Winter an Futterstellen fällt seine Anwesenheit auf, wenn plötzlich Unruhe entsteht.

Tipp: Im Winter an Futterstellen besonders aufmerksam sein.
Uhu

Uhu

Große Eule mit imposanter Erscheinung und nächtlicher Aktivität

Saison: Ganzjährig Geschützt Standort: Ruhige Wald- und Felsbereiche

Der Uhu ist eine der beeindruckendsten Eulen Europas. Er ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und in der Eifel eine besondere Beobachtungsart.

Brutplätze dürfen nie aufgesucht oder gestört werden. Schon das Wissen um seine Anwesenheit macht viele Landschaften besonders spannend.

Hinweis: Ruhig bleiben und Brutbereiche niemals suchen.

Rotwild / Rehwild

6 wichtige Einträge zu Hirsch, Reh und Jungtieren mit Verhaltenshinweisen.

Rothirsch

Rothirsch

Großes Hirschwild mit eindrucksvoller Brunft

Auffällig: September bis Oktober Wildtier Lebensraum: Ruhige Wald- und Offenlandbereiche

Der Rothirsch ist das größte frei lebende Hirschwild der Region. Während der Brunft im Herbst sind Rufe und Bewegungen besonders eindrucksvoll.

Rotwild braucht Ruhe, Abstand und großräumige, störungsarme Lebensräume.

Hinweis: Während der Brunft niemals nähern.
Hirschkuh

Hirschkuh / Alttier

Weibliches Rotwild mit starker Führungsrolle

Wichtige Zeit: Mai bis Juli Wildtier Verhalten: Führt und schützt Jungtiere

Weibliches Rotwild lebt häufig in Gruppen und ist sehr aufmerksam. In der Zeit um den Nachwuchs reagiert es besonders sensibel auf Störung.

Wer eine Hirschkuh mit Nachwuchs beobachtet, sollte immer Abstand halten und jede Annäherung vermeiden.

Hinweis: Tiere nie einkreisen oder verfolgen.
Rehbock

Rehbock

Schlankes Rehwild an Feld- und Waldrändern

Beste Beobachtungszeit: April bis Juli Wildtier Lebensraum: Hecken, Waldränder, Feldflur

Der Rehbock ist kleiner und feiner gebaut als ein Hirsch. In der Dämmerung tritt er oft an Wiesenränder und Feldkanten.

Rehe gehören zu den häufigsten größeren Wildtieren rund um Nonnenbach.

Tipp: Frühmorgens an stillen Feldwegen beobachten.
Ricke

Ricke

Weibliches Reh mit starkem Schutzverhalten

Wichtige Zeit: Mai bis Juli Wildtier Verhalten: Führt Kitze

Die Ricke ist oft schwerer zu entdecken, weil sie sich ruhig und deckungsnah verhält. In der Kitzzeit ist sie besonders aufmerksam.

Gerade in Wiesen und Randbereichen ist Rücksicht wichtig, damit Jungtiere nicht gefährdet werden.

Hinweis: In der Kitzzeit Hunde anleinen und Wege nicht unnötig verlassen.
Rehkitz

Rehkitz

Sehr empfindliches Jungtier mit Tarnverhalten

Kitzzeit: Mai bis Juni Nicht anfassen Ort: Hohes Gras, Wiesen, Feldränder

Rehkitze drücken sich bei Gefahr ins Gras und fliehen anfangs kaum. Dadurch wirken sie schnell hilflos oder verlassen, sind aber meist gut versorgt.

Menschliche Berührung oder Mitnahme sind fast immer falsch und können dem Tier schaden.

Hinweis: Nie anfassen oder umsetzen. Nur bei echter Gefahr Hilfe holen.
Spuren von Rotwild und Rehwild

Spuren von Rotwild und Rehwild

Trittsiegel, Verbiss und Wechsel erkennen

Ganzjährig sichtbar Wildzeichen Ort: Wege, Waldränder, weicher Boden

Oft sieht man zuerst die Spuren und nicht das Tier selbst. Trittsiegel, Verbiss, Fegespuren oder schmale Wechsel verraten viel über die Anwesenheit.

Spurenlesen ist eine ruhige und wildschonende Form der Naturbeobachtung.

Tipp: Frischer Boden nach Regen eignet sich besonders gut zum Spurenlesen.

Schwarzwild

6 wichtige Einträge zu Wildschweinen, Rotten, Frischlingen und Spuren.

Keiler

Keiler

Kräftiges männliches Wildschwein mit hoher Wehrhaftigkeit

Aktiv: ganzjährig Wildtier Ort: Wald, Dickungen, Waldränder

Der Keiler ist massig gebaut und oft deutlich kräftiger als andere Stücke. Reife Tiere leben eher einzelgängerisch und zeigen sich meist nur kurz.

Bei Bedrängung oder überraschender Nähe kann Schwarzwild sehr wehrhaft reagieren.

Hinweis: Niemals in Dickungen nachsehen, wenn Schwarzwild vermutet wird.
Bache

Bache

Weibliches Wildschwein mit starker Führungsrolle

Wichtige Zeit: Frühjahr mit Nachwuchs Wildtier Verhalten: Führt Frischlinge

Die Bache lebt häufig im Rottenverband und reagiert mit Nachwuchs besonders aufmerksam und verteidigungsbereit.

Begegnungen mit führenden Bachen verlangen ruhiges, sofort zurückhaltendes Verhalten.

Hinweis: Sobald Jungtiere gesehen werden, langsam und ruhig zurückziehen.
Frischling

Frischling

Junges Wildschwein mit heller Streifenzeichnung

Hauptzeit: Februar bis Mai Nicht nähern Kennzeichen: Helle Längsstreifen

Frischlinge erkennt man an ihrer auffälligen Streifenzeichnung. Sie sind fast nie wirklich allein, auch wenn die Bache nicht sofort sichtbar ist.

Schon reine Neugier kann gefährlich sein, wenn sich das Muttertier in der Nähe befindet.

Hinweis: Frischlinge niemals anfassen oder bedrängen.
Schwarzwildrotte

Rotte

Sozialer Gruppenverband des Schwarzwilds

Ganzjährig Wildtier Typisch: Mehrere Tiere gemeinsam

Als Rotte bezeichnet man die soziale Gruppe des Schwarzwilds. In ihr leben meist Bachen, Überläufer und Frischlinge zusammen.

Rotten reagieren auf Störung oft geschlossen, deshalb ist Abstand besonders wichtig.

Hinweis: Nie versuchen, eine Rotte zu kreuzen oder zu bedrängen.
Wühlspuren des Schwarzwilds
Wühlspuren des Schwarzwilds

Wühlspuren und Suhlen

Typische Zeichen für Schwarzwild im Gelände

Ganzjährig sichtbar Wildzeichen Typisch: Wühlstellen, Suhlen, Wechsel

Schwarzwild hinterlässt auffällige Spuren: aufgewühlte Bodenstellen, Suhlen und schmale Wechsel. Diese Hinweise zeigen, dass Tiere regelmäßig dieselben Bereiche nutzen.

Für Naturbeobachter sind Spuren oft der beste Hinweis, ohne die Tiere selbst zu stören.

Tipp: Bei frischen Spuren lieber auf dem Weg bleiben.

Säuger

6 wichtige Säugetiere der Region Nonnenbach / Eifel.

Eichhörnchen

Eichhörnchen

Wendiger Kletterer in Wald, Park und Garten

Ganzjährig Wildtier Standort: Bäume, Waldränder, Gärten

Das Eichhörnchen ist in der Region häufig und sehr beliebt. Es springt geschickt zwischen Ästen, sucht Nüsse, Samen und Knospen und ist oft morgens besonders aktiv.

In Gärten mit altem Baumbestand oder an Waldrändern wird es regelmäßig beobachtet.

Tipp: Große Bäume und ruhige Futterplätze helfen der Beobachtung.
Fuchs

Fuchs

Anpassungsfähiger Beutegreifer der Feld- und Waldrandlandschaft

Ganzjährig Wildtier Standort: Feldflur, Waldränder, ruhige Dörferränder

Der Fuchs ist sehr anpassungsfähig und nutzt Feldraine, Waldränder, Böschungen und manchmal auch Dorfränder. Typisch sind sein rötliches Fell und der buschige Schwanz.

Er wird meist nur kurz und auf Distanz gesehen, spielt aber eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht.

Hinweis: Nicht füttern und keine Baue aufsuchen.
Dachs

Dachs

Nächtlicher Waldbewohner mit markanter Gesichtszeichnung

Ganzjährig Wildtier Standort: Waldränder, Böschungen, ruhige Waldlagen

Der Dachs ist meist nachtaktiv und wird tagsüber eher selten gesehen. Typisch ist seine schwarz-weiße Gesichtszeichnung. Er legt umfangreiche Baue an und nutzt feste Wechsel.

Weil Dachse sehr zurückhaltend leben, entdeckt man oft zuerst Spuren und Grablöcher.

Hinweis: Frische Grablöcher und Wechsel deuten oft auf Dachsaktivität hin.
Hase

Hase

Feldhase der offenen Landschaft mit langen Läufen und Ohren

Ganzjährig Wildtier Standort: Offenland, Feldflur, Wiesenränder

Der Feldhase lebt vor allem in offener Landschaft mit Wiesen, Feldern und Deckungsstreifen. Er ist deutlich größer und langbeiniger als ein Kaninchen.

Besonders in der Dämmerung kann man ihn äsend oder sprintend beobachten.

Tipp: Mit Fernglas aus größerer Distanz beobachten.
Marder

Marder

Wendiger und neugieriger Kleinsäuger

Ganzjährig Wildtier Standort: Waldrand, Gebäudeumfeld, Gärten

Marder sind flinke, neugierige Säuger, die sich in strukturreichen Landschaften sehr gut bewegen. Beobachtungen sind meist kurz und finden oft in Dämmerung oder Nacht statt.

Typisch sind ihre geschmeidigen Bewegungen und ihr ausgeprägter Erkundungsdrang.

Hinweis: Marder nicht verfolgen oder in Verstecken stören.
Fledermaus

Fledermaus

Nachtaktiver Insektenjäger mit großer ökologischer Bedeutung

Aktiv besonders: Frühjahr bis Herbst Wildtier Standort: Gebäude, Bäume, Gewässernähe

Fledermäuse sind hochspezialisierte Säuger, die nachts auf Insektenjagd gehen. Im Sommer sind sie in der Abenddämmerung oft gut über Gärten, Wegen oder an Gewässernähe zu beobachten.

Sie sind ökologisch sehr wertvoll und dürfen in ihren Quartieren nicht gestört werden.

Hinweis: Quartiere niemals öffnen oder stören.
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